Medizinische Behandlungsmethoden bei starker Schwitzneigung (Hyperhidrose)

Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose) kann verschiedene Ursachen haben

Die örtlich umgrenzte vermehrte Schwitzneigung ist auf eine gesteigerte und unkontrollierbare Schweißsekretion zurückzuführen, die zumeist mit der Pubertät beginnt aber auch durch eine andere Hormonumstellung (z.B. Wechseljahre, endokrine Erkrankungen u.a.) ausgelöst werden.

Wenn der Körper von einer krankhaft erhöhten Schweißproduktion betroffen ist

Betroffen sind Achselhöhlen, Hände, Füße, die Leisten und Intimregionen und selten auch das Gesicht und der Rücken. Die vermehrte Schweißneigung tritt familiär gehäuft auf und stört nicht nur durch das vermehrte Nässen. Das Schwitzen kann zu Hautveränderungen und Infektionen führen, die letztlich auch eine Geruchsbelästigung darstellen können.

Wichtig ist, dass eine Grunderkrankung wie:

eine Veränderung im Hormonhaushalt (endokrinologische Störung)

 

ein Phäochromozytom (Nebennierenmarktumor/Grenzstrangtumor) und

 

eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) abgeklärt werden

Erst die Konservative Therapie bei übermäßigem Schwitzen ausschöpfen

Zunächst sollten zur Behandlung des vermehrten Schwitzens alle konservativen Maßnahmen wie die örtliche Anwendung von Metallsalzen (z.B. Aluminiumchlorid), Säuren und Aldehyden und die Gabe von Anticholinergika (z.B. Vagantin, Sormodren) oder physikalische Methoden wie die Leitungswasser-Iontophorese versucht werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei vermehrter Schweißproduktion

Sollten konservativen Verfahren keinen ausreichenden Erfolg zeigen oder die Nebenwirkungen nicht akzeptabel sein, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten, die sich hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen sowie der Anwendbarkeit unterscheiden

Thermotherapie (miraDry)

 

Botulinumtoxin (z.B. Botox)

 

Sklerosierungsverfahren

 

Radiofrequenz-Thermotherapie (RFTT)

 

operative Behandlung der Haut und der Unterhaut (Saugkürettage, Hautentfernung)

Welchem dieser Verfahren im Einzelfall der Vorzug gegeben wird, muss nach sorgfältiger Anamneseerhebung unter Einbeziehung der sozialen Situation der/s einzelnen Patientin/en entschieden werden.

Dr. med. Axmann, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, berät Sie gerne in der Klinik-am-Aegi in Hannover Döhren zum Thema Hyperhidrose (vermehrtes Schwitzen).